Rita in Palma

Ich stricke täglich und doch möchte ich derzeit nichts Neues darüber berichten, außer dass die im Januar geplante Weste im Argyle-Muster längst fertig ist. Eine zweite, kleinere Version davon ist auf den Nadeln und wird hoffentlich bald ein Baby, bzw. seine Eltern erfreuen.

An der Strickanleitung für die Weste arbeite ich, allerdings fehlen vor allem noch die Fotos. Der richtige Tag dafür kann aber, nach diesen heftigen Frühlingsstürmen, nicht mehr lange auf sich warten lassen. Die einzelnen Schritte, die aus einem mehrfarbig gestrickten kleinen Schlauch eine Weste werden lassen, habe ich festgehalten, werde sie ordnen und kommentieren und als hoffentlich hilfreiches Tutorial zum Thema steeks zur Verfügung stellen.

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An den letzten dunklen Abenden vor der Umstellung auf die Sommerzeit habe ich mich mit TV und Internet entspannt und bin dabei auf die eine oder andere Perle gestoßen.

Herausragend ist der Film „Häkeln für die Unabhängigkeit“, in dem Meret Becker die fruchtbare und vielschichtige Zusammenarbeit einer aus Hamburg stammenden Designerin mit mehreren türkischen Frauen in Berlin zeigt. Die Frauen schaffen mit Nadel, Faden und ihren geschulten und wissenden Händen unvergleichliche Schmuckstücke, filigrane Kragen oder auch Lingerie. Der Film zeigt heiter und sinnlich, was alles möglich wird, wenn Menschen sich mit Offenheit begegnen.

Glücklicherweise ist der Film in voller Länge auf YouTube abrufbar. Das Label der Designerin Ann-Kathrin Carstensen heißt übrigens Rita in Palma. Die handgearbeiteten Accessoires sind nicht nur im Online-Shop erhältlich, sondern auch – und das erzählt der Film mit leichter Ironie – in der luxuriösen Traditionsfestung des Konsums KaDeWe.

 

 

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